Steuertipp: Elektro-Dienstwagen

Steuertipps - Kanzlei Gernoth

Elektro-Dienstwagen

UnserRadio sprach mit Tobias Weinberger

Elektroautos und Hybridfahrzeuge werden in Zukunft bei der Dienstwagen-Besteuerung begünstigt.

Tobias Weinberger: Ein Elektro-Dienstwagen wird bei einer privaten Nutzung künftig steuerlich besser gestellt. Fahrer von E-Dienstwagen und Hybridfahrzeugen werden seit Anfang diesen Jahres entlastet. Bisher mussten sie die Privatnutzung mit einem Prozent des inländischen Listenpreises pro Kalendermonat versteuern. Für E-Autos, die nach dem 31. Dezember 2018 und vor dem 1. Januar 2022 angeschafft werden, sinkt dieser Wert nun auf 0,5 Prozent.

Können Sie ein kurzes Beispiel machen, was das konkret an Entlastung bedeutet?

Tobias Weinberger: Nehmen wir einen PKW mit einem Bruttolistenpreis inkl. Batterie von 45.000 Euro. Dann wurden bisher unter Berücksichtigung der pauschalen Reduzierung für die Batteriekapazität einen geldwerten Vorteil von 409 Euro im Monat versteuert. Für das gleiche Auto wird im Zeitraum 2019 bis 2021 der Bruttolistenpreis halbiert, also nur 1,0% von 22500 Euro gerechnet. Das bedeutet, der geldwerte Vorteil im Monat beträgt jetzt nur noch 225 Euro. Im Ergebnis sind fast 200 Euro weniger zu versteuern.

Was gilt für Altautos, die außerhalb dieser Frist angeschafft wurden?

Tobias Weinberger: Für Elektrofahrzeuge die vor dem 01.01.2019 angeschafft wurden oder geleast wurden dürfen die im Listenpreis enthaltenen Kosten für das Batteriesystem ebenfalls pauschal abgezogen werden. Allerdings fällt dieser sogenannte Nachteilsausgleich in aller Regel bescheidener aus. Wie hoch dieser genau ist, hängt vom Jahr der Anschaffung bzw. vom Jahr der Erstzulassung der E-Autos ab.

Und was ist mit Hybriden?

Tobias Weinberger: Bei Hybridfahrzeugen darf der Listenpreis für die Berechnung der 1%-Regelung nur dann halbiert werden, wenn das Auto eine Mindestreichweite von 40 Kilometern bei ausschließlicher Nutzung des elektrischen Antriebes hat. Erfüllt das Auto dies nicht, gilt auch hier nur der sogenannte Nachteilsausgleich.