Personalmangel in der Apotheke: Neue Methoden der Akquise

Die Covid-19 Pandemie hat zu einer massiv gestiegenen Arbeitsbelastung in Apotheken geführt. Gleichzeitig fehlt es an Personal. Wie Sie dem Personalmangel entgegenwirken und Ihre Apotheke für Bewerber attraktiv machen können und welche neuen Methoden der Akquise dabei möglich sind, soll Ihnen der heutige Fachartikel zeigen.

Von der Konkurrenz abheben mit kreativen Stellenanzeigen

Um sich möglichst von der Konkurrenz abzuheben, gilt es, innovative und aufmerksamkeitsstarke Stellenanzeigen zu formulieren. Achten Sie beim Erstellen der Stellenanzeige darauf, dass Sie sich in den Bewerber hineinversetzen. Welche Bedürfnisse hat Ihr Bewerber und was erwartet er von Ihnen als Arbeitgeber? Was können Sie dem Arbeitsuchenden bieten, was andere Apotheken nicht können? In diesem Kontext sollten Stichworte wie flexible Arbeitszeiten, übertarifliche Bezahlung, Weiterbildungsmöglichkeiten oder Möglichkeiten zur Nettolohnoptimierung in Ihrer Stellenanzeige auftauchen. Zudem können Sie mit Apotheken Schwerpunkte wie beispielsweise Homöopathie, Naturkosmetik oder Mutter und Kind für sich und Ihre Apotheke werben. Die Schwerpunkte Ihrer Apotheke stellen Alleinstellungsmerkmale dar und heben Sie somit von der Konkurrenz ab. Im Anforderungsprofil der zu besetzenden Stelle sollten Sie nur die absoluten Must-haves, wie beispielsweise die notwendige berufliche Qualifikation, auflisten. Des Weiteren sollten Sie einen Anzeigentitel formulieren, der kreativ ist und das Interesse des Jobsuchenden weckt. Vergessen Sie nicht Ihr Logo sowie einen Ansprechpartner in der Stellenanzeige anzugeben. Arbeitsuchende können bei Fragen somit direkt auf Sie zukommen.

Veränderter Stellenmarkt

Das Internet bietet umfangreiche Möglichkeiten für die Online-Personalakquise. Hinzu kommt, dass sich der Stellenmarkt verändert hat. Arbeitsuchende sind nicht länger über Printmedien zu erreichen, sondern suchen vermehrt im Internet nach offenen Stellen. Aufgrund dessen haben klassische Stellenausschreibungen stark an Bedeutung verloren. Des Weiteren hat sich der Markt von einem Arbeitgeber- zu einem Arbeitnehmermarkt gedreht. Arbeitsuchende können aufgrund des breiten Angebotes an offenen Stellen, entscheiden bei welcher Apotheke sie eine Arbeitsstelle annehmen. Umso wichtiger ist es für Sie und Ihre Apotheke einen positiven Eindruck bei den Bewerbern zu hinterlassen.

Stellenanzeigen über Social Media schalten

In den Sozialen Medien oder über Jobportale wie XING oder LinkedIn, können Sie die Aufmerksamkeit der Interessenten auf sich und Ihre Apotheke lenken. Aus diesem Grund ist der Aufbau einer attraktiven digitalen Präsenz lohnend, um sicherzustellen, dass Ihre Apotheke von den Arbeitsuchenden gefunden wird. Ihre Stellenanzeigen können Sie im Internet an das jeweilige Umfelder oder individuell an die Nutzerprofile anpassen, sodass in kurzer Zeit ein intensiver Eindruck bei den Jobsuchenden hinterlassen werden kann. Videos ziehen dabei die größte Aufmerksamkeit auf sich. Als Apothekeninhaber können Sie in einem Video nahbar erklären, wer Sie selbst sind, wen Sie suchen und wer alles in der Apotheke arbeitet. Wichtig dabei ist es, dass das Video nicht zu lange geht und Sie Ihre Mitarbeiter in den Vordergrund stellen. Seien Sie dabei offen und authentisch. Weiterhin können Sie über Facebook oder Instagram mit Postings auf die offene Stelle in Ihrer Apotheke aufmerksam machen.

Barrieren und Komplexität abbauen

Achten Sie darauf, dass es auf Ihrer Landingpage von der Stellenanzeige bis zur Bewerbung nur wenige Klicks sind. Anhand eines Multistep-Formulars, durch welches sich der Bewerber durchklickt, können die wichtigsten Fragen, wie beispielsweise die aktuelle Anstellungssituation, die Ausbildung oder die Berufserfahrung, vorab geklärt werden. Daraufhin kann ein direkter Kontakt hergestellt werden. Am Ende des Formulars können Sie ein Feld frei lassen und danach fragen, was dem Bewerber besonders wichtig ist, damit er sich im Job wohlfühlt. Versuchen Sie in jedem Fall auf den Komfort der Bewerber zu achten.